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LEADER geht in die nächste Runde: Vulkaneifel hat fast zwei Millionen Euro sicher

Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger: Ideen einbringen und Zukunft gestalten!

Unsere Region ist gut aufgestellt: Schon in der Förderperiode 2000-2006 konnte die Vulkaneifel mehr als 1,6 Millionen Euro Fördermittel einwerben – wirksamer Anreiz für Gesamtinvestitionen von beinahe 4,7 Millionen Euro, verteilt auf 31 Projekte in der Region. Jetzt wird noch mal draufgelegt: Für die neue Förderperiode 2007-2013 hat die Vulkaneifel bereits Zusagen über 1,9 Millionen Euro erzielen können – der LEADER-Prozess geht damit kraftvoll weiter. Der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Vulkaneifel, Landrat Heinz Onnertz, Alfred Bauer als Manager der LAG Vulkaneifel und Andrea Soboth vom Institut für Regionalmanagement in Gießen ziehen eine ausgesprochen positive Bilanz. Spannend und informativ aufgemacht präsentiert eine soeben vorgestellte DIN-A4-Broschüre die bisherige Entwicklungsarbeit und die erreichten Ergebnisse. Die Broschüre schaut aber nicht nur zurück, sondern insbesondere auch in die Zukunft: Landrat Onnertz wünscht in seinem Vorwort neue Einsichten in die bisherige Arbeit der LAG Vulkaneifel und bittet ausdrücklich um Anregungen für neue Projekte.

Die Grundlagen sind bestens: Die Vulkaneifel gehört zu den ersten fünf LEADER-Regionen im Land, deren Lokales integriertes ländliches Entwicklungskonzept (kurz genannt: LILE) kürzlich durch das zuständige Wirtschaftsministerium in Mainz genehmigt wurde. Damit ist nach einem rund einjährigen Bewerbungs- und Genehmigungsverfahren der Weg für die Einreichung und Umsetzung neuer Projektideen und Innovationen frei.
Denn nach den Vorgaben von Brüssel und Mainz sollen die LEADER-Regionen als Impulsregionen oder Probierwerkstätten für sich selbst und beispielhaft für andere ländliche Regionen sowohl national als auch innerhalb von Europa wirken. Diese Herausforderung nimmt die LAG Vulkaneifel gerne an: Ausgehend von dem Leitbild „Leben, arbeiten und erholen, wo die Natur Ereignis ist“ packt sie die Entwicklung der Region in drei zentralen Schwerpunkt-Handlungsfeldern an. So sollen die Werte der Vulkaneifel gewahrt und entwickelt werden. „Dabei zielen wir auf den Schutz, die Pflege und die Inwertsetzung der einzigartigen natürlichen Potenziale unserer Region, die das größte natürliche Kapital und das zentrale Alleinstellungsmerkmal darstellen“, erklärt Alfred Bauer.
Das zweite Handlungsfeld „Arbeitschancen für die Vulkaneifel schaffen“ verfolgt das Ziel, ein ausreichendes Angebot an wohnortnahen Arbeitsplätzen und Fachkräften für die Menschen und Unternehmen in der Vulkaneifel bereit zu stellen – denn: Arbeit schaffen heißt Zukunft schaffen. Im dritten Handlungsfeld „Lebensräume der Vulkaneifel zukunftsfähig machen“ werden Aktivitäten erwartet, die darauf abzielen, die Attraktivität der ländlichen Region Vulkaneifel als Wohn- und Lebensraum langfristig zu sichern und zu erhöhen. Dazu zählen unter anderem die Aufrechterhaltung intakter Dorfgemeinschaften, die Attraktivität des Ortsbildes und das Identitäts- und Heimatgefühl der Menschen in der Region.

Schön und gut – aber wer setzt die Vorhaben in die Tat um? Frühzeitig konnten zur Vorbereitung auf die neue Förderperiode rund 60 teilweise ehrenamtliche Akteure aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Tourismus, Jugend- u. Frauenorganisationen, Kirchen, Wirtschaft und Kommunen gewonnen werden. Sie bringen ihre Ideen und Vorschläge in vier Arbeitskreisen ein. Aus dem bisherigen Ideenpool sind schon heute rund 20 Projekte entwickelt und ausgewählt worden, die sich im Abstimmungsverfahren mit den Projektpartnern, der LAG, den Arbeitskreisen und den Bewilligungsstellen befinden. Dazu gehören  beispielsweise die Projekte „Straße der Römer, Fortsetzung der Regionalmarke Eifel, die Bewusstseinsbildung für „Grüne Berufe“, der Aufbau einer dezentralen Holzenergielogistik in der Vulkaneifel, Baukultur und Dorfgestaltung, die Neuausrichtung des Gesundheitstourismus in den heilklimatischen Kurorten Daun, Manderscheid und Bad Bertrich sowie die Niederwaldbewirtschaftung/energetische Nutzung der Biomasse aus Biotoppflege“.

Landrat Heinz Onnertz sieht in der Fortführung der LEADER-Förderung die große Chance, die Stärken der Region weiterhin zu stärken und Vorbild und Partner für andere Regionen sein zu können. Dabei erinnert er an die einmaligen Naturbesonderheiten des Vulkanismus, die sicherlich für transnationale Kooperationen – wie in der vergangenen Förderperiode – ein starkes Pfund sein werden. Erste Kontakte für transnationale Ansätze haben sich bereits ergeben. 
LAG-Manager Alfred Bauer: „Wir sind ein Land der Ideen! Der Projektfindungsprozess ist gut angelaufen. Auch und gerade deshalb sind aber alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, noch weitere Vorschläge einzubringen und sich im fortlaufenden LEADER-Prozess selbst aktiv zu engagieren“. Wer in den Arbeitskreisen und/oder der LAG mitwirken möchte, kann sich bei der Geschäftsstelle der LAG Vulkaneifel, Telefon (06592) 933-347, oder bei Alfred Bauer oder Martina Mueller melden.  Dort gibt es auch die neue Broschüre.

 
 

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