Für den Brubbel sprudelt das Geld

Wallenborn bekommt 177.000 Euro von der EU für Umgestaltung des Geländes
Das Gelände rund um den Wallenden Born wird für insgesamt 280.000 Euro umgestaltet. Den Großteil der Kosten zahlt die EU. Es sollen unter anderem ein neues Besucherzentrum und mehr Parkplätze gebaut werden.

Das lange Warten hat sich gelohnt: Die Ortsgemeinde Wallenborn (Verbandsgemeinde Daun) kann für 280.000 Euro das Umfeld des Brubbels neu gestalten. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier hat den dafür erforderlichen Zuschuss in Höhe von 177.000 Euro bewilligt. Das Geld stammt aus dem "Leader-Projekt" der Europäischen Union, mit dem die Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert wird. Neben der EU steuert auch die Verbandsgemeinde Daun noch 28.000 Euro bei, weiteres Geld ist bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel beantragt. Den Rest muss die Ortsgemeinde selbst tragen.

"Ich bin hocherfreut über diesen positiven Bescheid", sagt Ortsbürgermeisterin Madlene Steffes. Die Gemeinde hat bereits vor sechs Jahren den ersten Antrag zur Modernisierung des Geländes rund um den Kaltwassergeysir gestellt. Nun hat es geklappt.

Wieso eine Sanierung des Geländes notwendig ist, wird vor Ort schnell deutlich. Rund um den Brubbel gibt es bisher keine Toiletten, wenig Parkplätze, enge Straßen und schlechte Wendemöglichkeiten für Busse. "Wir wollen insgesamt die Infrastruktur verbessern - eine Maßnahme, die nicht nur den Gästen, sondern auch den Anwohnern zugute kommt", so Madlene Steffes. Die Ortsbürgermeisterin erhofft sich eine Aufwertung von Wallenborn als Touristenziel, will den Brubbel für Besucher attraktiver machen und besser mit den anderen geotouristischen Zielen in der Region, wie den Dauner Maaren, verknüpfen. Wie soll das konkret aussehen?

Mit dem Geld soll ein neues Besucherzentrum mit Ticket- und Auskunftschalter gebaut werden, in dem sich dann auch Damen-, Herren- und Behindertentoiletten befinden. Der Parkplatz soll vergrößert, Wende- und Parkmöglichkeiten für Busse sollen geschaffen werden. Außerdem sind neue Informationstafeln geplant, die auf die anderen Sehenswürdigkeiten in der Region hinweisen. Damit die hochverschuldete Ortsgemeinde ihren Teil der Kosten etwas besser stemmen kann, wird der Eintrittspreis von einem Euro auf 1,50 Euro angehoben. Kinder zahlen keinen Eintritt. Die Erhöhung ist eine Auflage der Kommunalaufsicht, die den Haushalt der Gemeinde genehmigen muss. "Dafür bekommen die Besucher aber ja auch mehr geboten", sagt Ortsbürgermeisterin Steffes.
Wann es mit den Baumaßnahmen losgehen kann, ist noch nicht klar, da sie öffentlich ausgeschrieben werden müssen. "Ich hoffe, dass es im Frühjahr so weit ist", sagt Madlene Steffes. "Ich bin froh und erleichtert, dass wir jetzt endlich anfangen können."

Quelle: TV, Dauner Zeitung 27./28.Oktober 2012

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