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Landkreis Vulkaneifel setzt Entwicklungskonzept "Dauner Maarlandschaft" mit LEADER-Förderung um

Kürzlich erhielt der Landkreis Vulkaneifel die Förderzusage über die Bereitstellung von Mitteln aus dem Europäischen Förderprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raumes für das Projekt "Dauner Maarlandschaft".

Die Kofinanzierung wird nach der Entscheidung von Frau Ministerin Ulrike Höfken aus Ersatzzahlungsmitteln des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten in Mainz bereitgestellt. Unterstützend werden mittel aus der Wasser- und Forstwirtschaft zur Verfügung eingesetzt. Der Vulkanismus mit seiner großen Vielfalt an einzigartigen geologischen Zeugnissen und der vielfältigen Kulturlandschaft spielt einer herausragende Rolle für die Entwicklung in der Vulkaneifel.

Der Landkreis Vulkaneifel hat in Zusammenarbeit mit dem DLR-Eifel (Dienstleistungszentraum ländlicher Raum) das Entwicklungskonzept "Dauner Maarlandschaft" erarbeitet. Hier sollen im Rahmen des Leader-Prozesses in den Flurbereinigungsverfahren Schalkenmehren und Udler auf rund 100 ha die geologischen Besonderheiten dieser Kulturlandschaft herausgestellt, optimale Bedingungen für eine schonende, umweltgerechte landwirtschaftliche Nutzung geschaffen und gleichzeitig eine Erschließung für den Tourismus entwickelt werden.

An den Maarhängen am Weinfelder Maar, den Trockenmaaren "Westlich Hoher List" und "Am Hohen List" und dem Vogelschutzgebiet "NSG Sangweiher und Erweiterung" soll die Offenhaltung der vom Vulkanismus gepräten Kulturlandschaftsausschnitte durch die Beweidung mit alten, vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen nachhaltig gewährleistet werden. Hier sollen in Zukunft wieder Glanrinder, Schafe und Ziegen die Landschaft pflegen. Das Fleisch wie auch andere Produkte sind lokal wie auch regional als eifeltypische Spezialitäten zu vermarkten. Es erfolgt ein Beitrag zur Erschließung von Potentialen für landwirtschaftliche und außerlandwirtschaftliche Einkommensalternativen in Verbindung mit dem Tourismus.

Der Erlebnischarakter der Landschaft wird für Besucher erhöht. Die Trockenmaare werden wieder deutlicher in Erscheinung treten. Schalkenmehren wird das Achte-Maar-Dorf. Das kleinste Eifelmaar "Hetsche" wird nicht mehr durch einen Weg geteilt sein und seiner geologischen Dimension wieder wahrnehmbar sein. Das Sangweihergebiet wird als "Internationaler Airport" für Zugvögel in seiner Bedeutung gestärkt.
Hieraus ergibt sich eine Grundlage für die touristische Inwertsetzung des Projektes entlang der Eifelsteigroute, der Deutschen Vulkanstraße und dem Maare-Mosel-Radweg.

Über einen bereits vom DLR Eifel eingerichteten Runden Tisch werden der Informationsaustausch und die begonnene Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaft, dem Naturschutz, der Hotellerie und Gastronomie, dem Tourismus, den Museen und anderen Akteuen vertieft.

Kontaktadressen für weitere Informationen:
Anne-Ruth Windscheif, DLR Eifel, Brodenheckstr. 3, 56436 Bitburg, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Irmgard Frein-Oyen, Kreisverwaltung Vulkaneifel, Mainzer Str. 25, 54550 Daun, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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