Pressemeldungen

LAG Vulkaneifel und LAG Donnersberger und Lautrer Land trafen sich zum Erfahrungsaustausch

Eine zehnköpfige Gruppe der Lokalen Aktionsgruppe Vulkaneifel (LAG) besuchte kürzlich die Akteure aus dem Handlungsfeld "Energie" der LAG Donnersberger und Lautrer Land. Ziel war die Vorstellung der jeweiligen Studienergebnisse des Kooperationsprojektes "Nutzung des Potenzials der erneuerbaren Energien" um Best-Practice-Beispiele sowie zahlreiche Erfahrungen und Informationen weiterzugeben, von denen beide Lokale Aktionsgruppen in Zukunft profitieren können.

Den Ausgangspunkt für die Exkursion stellt der im August 2009 geschlossene Kooperationsvertrag im Rahmen des Schwerpunktes LEADER im rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramm "Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen, Landentwicklung (PAUL)" zwischen den beiden Lokalen Aktionsgruppen Vulkaneifel und Donnersberger und Lautrer Land dar.
Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte eine Exkursion nach Hillesheim in der Vulkaneifel stattgefunden, nun revanchierte sich die LAG Donnersberger und Lautrer Land mit einer Einladung nach Enkenbach-Alsenborn und Münchweiler a.d. Alsenz. Diese nahmen der Landrat des Kreises Vulkaneifel Heinz Onnertz, die Vorsitzende der LAG Vulkaneifel Dr. Sabine Theunert und das Leadermanagement vertreten durch Alfred Bauer und Karin Kallweit sowie sieben weitere am Thema Interessierte aus dem Fördergebiet Vulkaneifel gerne an. Mit dabei war auch die Vertreterin des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forst, Elke Schuld, die die Exkursion als einen praxisbezogenen Schritt für eine gebietsübergreifende Zusammenarbeit wertete.

Nach einer Einführung ins Thema durch den Gastgeber Jürgen Wenzel, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, und den Landrat des Landkreises Kaiserslautern Paul Junker, die von den lokalen Gegebenheiten im Energiesektor berichteten, erhielten die Teilnehmer anhand von Vorträgen und Diskusionsrunden tiefere Einblicke in die jeweiligen Energie-Studien. Ralf Köhler stellte die Ergebnisse der Untersuchung zur "Optimierung der Biomasseverwertung zur Schaffung regional nachhaltiger Stoffströme" (LAG Donnersberger und Lautrer Land - durchgeführt vom IfaS, Institut für angewandtes Stoffstrommanagement) vor. Anschließend präsentierte Thorsten Kläs die Studie "Konzepte zur rechtlichen und wirtschaftlichen Machbarkeit von Energielogistik Vulkaneifel" (LAG Vulkaneifel - durchgeführt vom Büro L.E.E. S.à.r.l.) Der Aufenthalt in Enkenbach-Alsenborn wurde mit der Besichtigung des Biomasse-Heizkraftwerkes (BMHKW) abgerundet, wo Werksleiter Thomas Spieß Zahlen und Fakten zu dessen Funktionsweise preisgab. Am Nachmittag fand sich die Gruppe in Münchweiler a.d. Alsenz ein. Hier präsentierte Michael Münch von der Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen (TSB) das Projekt "Energiedorf Münchweiler". Ein kleiner Rundgang durch den Ortskern vermittelte den Exkursionsteilnehmern ein Bild vom aktuellen Stand in der Gemeinde, die sich zum Ziel gesetzt hat, in Zukunft, u.a. durch die Installation von Photovoltaik-Anlagen, weitgehend energieautark zu werden.

Die neu gewonnenen Erkenntnisse können nun in die weitere Arbeit der einzelnen LAG-Akteure einfließen und belegen die Bedeutung von Veranstaltungen dieser Art zum Gedankenaustausch über die eigenen LAG-Grenzen hinweg.

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